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akadpress / 23.8.2001
Förderpreis der Würzburger Universitätskorporationen
2001 wurde erstmals ein Förderpreis der Würzburger Universitätskorporationen verliehen. Mit je 5000 DM wurden zwei junge Naturwissenschaftler für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Das Preisgeld war aufgebracht worden durch Überschüsse des ersten Benefizkonzertes Würzburger Universitätskorporationen am 11. Mai 2000 sowie durch Spenden. Universitätspräsident Prof. Dr. Berchem überreichte die Preise beim zweiten Benefizkonzert der Würzburger Universitätskorporationen am Abend des Universitätsstiftungsfestes am 11. Mai 2001 in der vor allem von Aktiven und Alten Herren mit ihren Angehörigen fast vollbesetzten Neubaukirche. Aus den Überschüssen dieses zweiten Benefizkonzertes und noch erwarteter Spenden sollen 2002, dem Jahr, in dem die Würzburger Julius-Maximilians-Universität ihr 600. Stiftungsfest feiert, Förderpreise an Studierende für besondere Diplom- oder Doktorarbeiten vergeben werden, natürlich wieder im feierlichen Rahmen des Benefizkonzerts der Würzburger Universitätskorporationen am Freitag, den 3. Mai 2002.

akadpress / 24.6.2001
Beckstein warnt vor Rechtsextremismus an Hochschulen
Für Bayerns Innenminister Günther Beckstein besteht »Anlaß zur Sorge«: Es gebe eindeutige Beweise dafür, daß Rechtsextremisten verstärkt versuchten, in akademischen Burschenschaften und über diese auch an den Hochschulen Einfluß zu gewinnen. Bayern sehe daher nicht weg, wenn Rechtsextremisten Kontakte mit Burschenschaften pflegten oder gar versuchten, »akademische Verbindungen zu unterwandern«.
Unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stünden dabei die Burschenschaften Danubia München, Teutonia Regensburg und Frankonia Erlangen.
Gegen ein Mitglied der Teutonia Regensburg ermittelt die Staatsanwaltschaft München wegen Strafvereitelung. Der Regensburger hatte in der Nacht zum 13. Januar dem polizeilich gesuchten 19jährigen Skinhead Christoph Schulte eine Übernachtungsmöglichkeit auf dem Haus der Münchner Danubia verschafft. Schulte wird die brutale Mißhandlung eines Ausländers während einer vorausgehenden Skinhead-Geburtstagsfeier in einem Lokal in der Münchner Zenettistraße zur Last gelegt. Organisiert wurde das Treffen von einem früheren Bundesbruder der Danuben. Auch gegen ihn wurde wegen Beteiligung an der Tat Anklage erhoben.
Die Danubia, so Innenminister Beckstein, habe Rechtsextremisten ferner wiederholt ein Forum für verfassungsfeindliche Auftritte verschafft: Unter anderem hätten dort der NPD-Funktionär und frühere RAF-Terrorist Horst Mahler, der »Südtirol-Terrorist« Peter Kienesberger und der französische Anti-Demokrat Alain De Benoist ihre Thesen verbreitet. Auch die Burschenschaft Teutonia Regensburg hätte bekannten Personen aus dem organisierten Rechtsextremismus ein Forum geboten. In der Frankonia gebe es Richtungskämpfe zwischen einem demokratischen und einem extremistischen Flügel.
Beckstein forderte die drei Burschenschaften auf, »sich von diesen Elementen zu trennen»: »Wir werden in den nächsten Wochen zu klären haben, ob wir solche Verbindungen in den Verfassungsschutz-Bericht aufnehmen.« Beckstein (AMV Fridericiana zu Erlangen im Sondershäuser Verband) warnte zugleich davor, »generell alle Verbindungen als rechtsextrem einzuordnen. Konservatismus und Nationalstolz allein sind keine Merkmale des Rechtsextremismus.«
Die Burschenschaft Danubia bestreitet die Übernachtung von Christoph Schulte in ihrem »Behelfsübernachtungsraum» nicht. Daß es sich um einen polizeilich gesuchten Beteiligten an einer Schlägerei gehandelt habe, habe man erst sehr viel später erfahren: »Wir bedauern die Gewalttaten in der Zenettistraße auf das Äußerste. Wir verurteilen entschieden jede Gewalt gegen In- und Ausländer, aus links- oder rechtsextremen Motiven.«
Das ehemalige Mitglied der Danubia, das die Feier im Januar maßgeblich organisierte und als Mittäter angeklagt ist, sei bereits am 11.12.2000, also Wochen vor dem Vorfall, »wegen Randalierens auf dem Haus« suspendiert worden.
Die Altherrenschaft der Danubia rechtfertigte in einer Stellungnahme ferner die Auswahl ihrer Referenten: Mahler sei bei seinem Vortrag im Jahr 1998 noch nicht NPD-Mitglied gewesen und habe zur Geschichte des SDS referiert; Kienesberger sei lediglich in einem »nicht rechtsstaatlichen italienischen Verfahren in Abwesenheit verurteilt« worden und De Benoist habe »an basisdemokratischer Argumentation nichts zu wünschen übrig gelassen«. Schließlich hätten mindestens 40 weitere Persönlichkeiten aller Richtungen (u.a. Jochen Vogel, SPD) bei der Danubia gesprochen.
Zahlreiche Verbindungen, darunter auch Münchner DB-Burschenschaften, haben sich inzwischen von der Danubia distanziert.
Die B. Teutonia Regensburg sollte am 1.7.2001 den Vorsitz der Deutschen Burschenschaft übernehmen. Sie wird dieses Amt nach akadpress-Informationen nicht antreten.

akadpress / 23.4.2001
Frankfurter Universität bezieht IG-Farben-Hochhaus
»Das ist der schönste Campus aller deutschen Universitäten«, schwärmt Prof. Dr. Rudolf Steinberg, Präsident der Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Universität. Am Morgen hatten für die Studenten der geisteswissenschaftlichen Fakultäten die ersten Vorlesungen auf dem neuen Campus Westend begonnen – wegen Verzögerungen bei den Umbauten eine Woche später als an den übrigen Standorten der Universität. Bis zur Fertigstellung aller Baumaßnahmen müssen die 8000 Studenten und 500 Mitarbeiter jedoch noch einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen.
Das denkmalgeschützte neungeschossige Hochhaus war Ende der zwanziger Jahre von dem Berliner Architekten Hans Poelzig als Verwaltungszentrale für den damals größten Chemiekonzern der Welt, die IG Farben AG, entworfen und realisiert worden. Das IG-Farben-Hochhaus wurde nach Kriegsende von den Amerikanern genutzt. 1996 erwarb das Land Hessen das 14 Hektar umfassende Poelzig-Ensemble mit seiner großzügigen Parkanlage für die Goethe-Universität. Seit 1998 wurde es saniert und mit einem Gesamtaufwand von rund 140 Millionen Mark den Erfordernissen einer modernen Universität angepaßt. Das als Mensa vorgesehene Casino wird dagegen erst im August fertig. Bis zur Fertigstellung hat das Studentenwerk im Freien eine Zeltmensa errichtet.
Als nächstes soll die Errichtung eines Neubaus auf dem Campus Westend angegangen werden, der weitere Fakultäten des alten Campus Bockenheim aufnehmen soll. Auch die rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten hatten unlängst eine Übersiedlung ins Gespräch gebracht und ihr Interesse bekundet, den Standort Bockenheim aufzugeben.

akadpress / 10.2.2001
Waffenstudentische Korporation in St. Gallen
Alte Herren aus den Reihen des SWR haben am 20. Dezember 2000 gemeinsam mit Mitgliedern der VACC Schweiz in St. Gallen eine waffenstudentische Korporation »Die Falkenburger« gegründet. Die Vereinigung ist verbands- und kartellfrei, politisch und religiös neutral und steht sämtlichen Waffenstudenten offen. Zugleich wurde ein Förderverein gegründet. – Der offizielle Stiftungskommers soll am 27. April 2001 in St. Gallen stattfinden. Weitere Informationen auf der Seite http://www.falkenburger.ch.

akadpress / 10.2.2001
Historischer Studentenfilm auf der Großleinwand
Die Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte (GDS) e.V. veranstaltet vom 30.3. bis 1.4. in Halle/Saale ein Wochenende »Der Student im Film«. Dabei werden Filme nach literarischen Vorlagen, romantisierende Filme, Krimis und Dokumentationen unter professionellen Bedingungen vorgeführt und kommentiert. Zum Programm gehört ferner ein Rundgang zu den universitätshistorischen Stätten von Halle. Informationen sind erhältlich bei der GDS.

akadpress / 10.2.2001
Liederkneipe
Eine CD mit Kneipliedern hat die Vereinigung Alter Burschenschafter in Stuttgart jetzt veröffentlicht. Im Stile einer Liederkneipe – vom Einmarsch der Herren Chargierten, über Offizium, Ausmarsch, Inoffizium bis zum »Mitternachtsschrei« – werden mehr als 20 meist wohlbekannte Studentenlieder so vorgetragen, wie sie Verbindungsstudenten singen: volltönend in der vertrauten Kneipatmosphäre. Die Kneipgesang-CD kann zum Preis von 12,90 Euro zzgl. Versandkosten beim akadpress-Studentika-Versand bestellt werden.

 

   
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