Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren. Musik-CD, AAD, Spielzeit ca. 28 Minuten.
Eine Studentenlieder-CD mit dem einem Unterhaltungsorchester unter Leitung von Alfred Maschat dem Karl-Klauss-Chor, Erich Bauer Gesang, dem Blasorchester Weinberg und anderen. Als Zugabe gibt es Einspielungen aus dem Genre der ›Stimmungslieder‹, wie das vom Wirtshaus an der Lahn oder über den berüchtigten Sanitätsgefreiten Neumann. Und wer seinen alten Kaiser Wilhelm wiederhaben möchte, wird ebenfalls fündig.
Inhalt
- Alt Heidelberg, du feine
- Es leben die Studenten
- Im schwarzen Walfisch zu Askalon
- Keinen Tropfen im Becher mehr
- Die Lore am Tore
- Gaudeamus igitur
- Burschen heraus
- Sitz ich in froher Zecher Kreise
- Ergo bibamus
- Grad aus dem Wirtshaus
- Krambambuli
- O alte Burschenherrlichkeit
- Im tiefen Keller sitz‘ ich hier u. a. Der
- Jetzt trink man noch a Flascherl Wein
- Wir versaufen uns‘rer Oma ihr klein Häuschen
- Wenn du noch eine Schwiegermutter hast
- Es steht ein Wirtshaus an der Lahn
- Da oben auf dem Berge
- Und so zieh‘n wir mit Gesang
- Wenn das so weitergeht
- Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wieder haben
- Er lebe hoch, der Sanitätsgefreite Neumann
- Bier her, Bier her, oder ich fall um
- O Susanna
- Der schönste Platz ist immer an der Theke
- Heute blau, morgen blau
- Drum Brüder, wir trinken noch eins
- Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren
Studentengeschichtliche Anmerkung
Der Textdichter des Liedes »Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren«, ist Fritz Löhner (1883–1942). Er gehörte der Wiener jüdischen Studentenverbindung Kadimah (»Vorwärts«) an und war damit Bundesbruder des Kadimah-Ehrenmitglieds Sigmund Freud, des Vaters der Psychoanalyse.
In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Löhner einer der bedeutendsten Wegbereiter der deutschen Unterhaltungskultur. Er schuf Songs wie »Ausgerechnet Bananen«, »Was machst du mit dem Knie, lieber Hans« oder »In der Bar zum Krokodil« und schrieb als Librettist die Texte zu Operettenklassikern wie »Das Land des Lächelns« und »Die Blume von Hawaii«.
In vielen seiner Texte setzte sich Löhner mit den gesellschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit auseinander und vertrat dabei deutlich den Standpunkt eines bewußten Juden und engagierten Demokraten. Dabei unterschätzte er die Gefahr des Nationalsozialismus. 1938 wurde er verhaftet, nach Buchenwald verschleppt und dort 1942 ermordet. |